Giacomo Girolamo Casanova
Giacomo Girolamo Casanova war ein venezianischer Schriftsteller und Abenteurer des 18. Jahrhunderts, bekannt durch die Schilderungen zahlreicher Liebschaften. Er wurde am 2. April 1725 in Venedig geboren und am 4. Juni 1798 auf Schloss Dux im Königreich Böhmen gestorben. Er gilt bis heute als Inbegriff des Frauenhelden. Schon im 19. Jahrhundert tauchte die Figur Casanova in künstlerischen Werken auf.
Der einzige Trost für Casanova war das Schreiben, 1787 beendete er die Niederschrift der Histoire de ma fuite (auf deutsch Geschichte meiner Flucht). 1788 erschien in Prag sein fünfbändiger utopischer Roman Icosaméron ou Histoire d’Edouard et d’Elisabeth. 1790 fing er mit der Niederschrift seiner Mémoires an, wobei er sich auf Capitulaires und Briefe stützte. Neun Stunden pro Tag arbeitete er durchschnittlich an seinen Erinnerungen. Nachdem er 1793 eine erste Fassung beendet hatte, widmete er sich bis zu seinem Tod am 4. Juni 1798 der Überarbeitung des Textes. Einen literarischen Niederschlag fand diese Episode in Karl Gassauers verfilmter Komödie Casanova auf Schloss Dux. Er wurde in Dux auf dem Friedhof der Heiligen Barbara bestattet. Der Ort, an dem sich sein Grab befand ist heute allerdings unbekannt, denn der Friedhof wurde später zu einem Park umgewandelt, lediglich die Grabplatte wurde an die Außen Mauer der noch existierenden Kapelle der heiligen Barbara befestigt.
Riposa in pace. Ruhe in Frieden, Signor Casanova...







