Katharina von Medici
Caterina Maria Romula de’ Medici (französisch Catherine de Médicis, deutsch Katharina von Medici) war Prinzessin von Urbino und entstammte der einflussreichen florentinischen Familie der Medici. Sie wurde am 13. April 1519 in Florenz, Italien geboren und 5. Januar 1589 in Blois gestorben. Durch Heirat mit Heinrich II. war sie ab 1547 Königin von Frankreich, später auch Regentin für ihre minderjährigen Söhne.
Kultureller Einfluss
Die Verbindung zu der italienischen Dynastie der Medici brachte es mit sich, dass eine Reihe italienischer Gewohnheiten, Lebensweisen und Alltagsgegenstände am französischen Hof Einzug hielten. So wird die Einführung des Damensattels in Frankreich gemeinhin auf Caterina de’ Medici zurückgeführt, der es ihr erst erlaubte, an den Jagden zu Pferd, die ihr Schwiegervater so genoss, teilzunehmen. In Frankreich nutzten Damen bis zu diesem Zeitpunkt eine stuhlartige und seitlich angebrachte Sänfte, die ihnen wenig Halt bot und bestenfalls den langsamen Galopp eines regelmäßig gehenden Pferdes erlaubte. Auch war sie wohl eine der ersten Damen in Frankreich, die eine einfache Form von Unterhosen unter ihrer aufwendigen Garderobe trug.
Einen nachhaltigen Einfluss hatte Caterina auf die französische Küche, sie gilt als die Mutter der französischen Kochkunst. War diese bis dahin eher deftig-rustikal, so eröffneten die von ihr an den französischen Hof gebrachten italienischen Köche dem französischen Adel bisher völlig unbekannte Genüsse. Feines Essen mit erlesenen Zutaten und aufwendiger Zubereitung wurde in der Folge zu einem Statussymbol. Auch auf die Verbesserung der Tischsitten hatte Caterina nachhaltigen Einfluss; so soll es vor ihrer Zeit am französischen Hof nicht ungewöhnlich gewesen sein, sich in das Tischtuch zu schnäuzen.
Daneben soll sie auch den Schnupftabak hoffähig gemacht haben.
Riposa in pace. Ruhe in Frieden Signora Medici...

















