Ein türkisches Dorf Moena in Italien

Ein türkisches Dorf Moena in Italien

GPS: 46°22’29.9″N 11°39’36.7″E

Ein türkisches Dorf Moena in Italien

Moena ist eine italienische Stadt in der Provinz Trient und in der Nähe der autonomen Region des deutschsprachigen Südtirols (it. Alto Adige), wo es an der österreichischen Grenze liegt. Das Dorf liegt am Fuße des Manzoni-Gebirges, wo es einer der am schwersten erreichbaren Gegenden des Alpengebirges ist. Es ist vor allem als Skigebiet mit seinen exquisiten Strecken in Italien und Europa und mit den luxuriösen Urlaubsmöglichkeiten bekannt.

Mit seiner 323 jährigen und interessanten Geschichte, steht es auch heute noch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Touristen. Der wirkliche Name dieser Persönlichkeit, den die Italiener unter dem Namen ``il Turco´´ kennen, soll Hasan heißen. Obwohl sein Name nicht so viel bekannt ist, ist er mit seinem Spitznamen also als il Turco noch bekannter. In den Darstellungen wird er als eine große, kämpferische Person bezeichnet. Aufgrund dieser Merkmale wurde er in späteren Zeiten durch die Türken, die seine Geschichte hörten, als Balaban genannt, was es in der Wirklichkeit eine Name für einen Jäger- und Greifvogel ist. Die Türken nennen diesen Janitschar (Osmanischer Soldat) als Balaban und Italiener als il Turco.

Die Geschichte des Janitscharen Hasan beginnt mit der Belagerung der Stadt Wien durch Osmanen. Damals, die Belagerung verzögerte sich und die Verzögerung erschwerte den Osmanen die Stadt einzunehmen. Es machte sogar zu den Janitscharen ein hoffnungsloser Fall. Hasan kam zu dem Großwesir Merzifonlu Kara Mustafa Pascha, der die Belagerung im Namen des Sultans leitete und probierte zu erklären, daß diese Belagerung keine guten Ergebnisse haben konnte. Es wurde natürlich ein solches Kritik nicht so gern gehört. Ein weiteres Wort zu sagen, mit den damaligen Bedingungen konnte es dem Kopf des Hasans kosten. Seine Meinung weiter zu äußern hatte keine Bedeutung und Wert. Es war auch eine Tatsache, ein normaler, gewöhnlicher Janitschar dem Großwesir seine Meinungen ausspricht, wurde bisher nicht/nicht gern gesehen.

Dem Großwesir befahl dem Aga des Janitschar (der Chef der Truppe), daß der Hasan verkopft. Aber der Aga dachte auch wie Hasan und die Situation war seine Meinung nach hoffnungslos. Aus diesem Grund wurden Janitschar Hasans Hände unterwegs vom Henker nicht so ganz fest gebunden, damit er unterwegs fliehen konnte! Es wurde auch erzählt, daß der Großwesir auch für diese Flucht, teilweise die Augen zu machte. Es wird seit Jahren als Beweis dafür gezeigt, warum der Großwesir nach Hasan nicht mehr befragte. Die brutalen Ergebnisse der zweiten Belagerung Wiens hatte auch es gezeigt, daß er Recht hatte.

Nach der Sage, floh Hasan tagelang bewusstlos auf einem Pferd. Dichte Wälder und  harte Bedingungen führen ihm zu einer unbekannten Richtung, ohne einen Überblick und natürlich in die falsche Richtung. Wegen die Müdigkeit und den Hunger wurde der Osmanische Soldat kraftlos und so fanden ihn die Mariana und ihr Bruder aus Moena. Erstens dachten sie, daß dieser Fremde tot war. Mit Hilfe der Großeltern und Dorfbewohner brachten den Fremden ins Dorf und versuchten ihn zu heilen. Als Hasan zu sich zurückkam, erzählte er den Dorfbewohnern, was passierte. Die freundlichen und hilfsbereiten Leute dieses kleinen Dorfes Moena halfen und heilten ihn. Für Hasan gab es kein Zurück mehr und dieses kleine Dorf war jetzt seine neue Heimat.

Il Turco
In der Zwischenzeit heiratete er die Mariana, die ihn gerettet hatte und lebte bis zu ihrem Lebensende in diesem charmanten Dorf. Der Janitschar Hasan war eine kräftige Person und sogar auch hilfsbereit, so gewann mit der Zeit das Mitgefühl der Dorfbewohner und im Laufe der Zeit nannten ihn "Il Turco". Man führte ein friedliches und ruhiges Leben im Dorf Moena, aber plötzlich kam eine Negativität vor. Deutsche Oberherren der damaligen Zeit kamen ins Dorf und nahmen nicht nur ihren Tribut, sondern plündern das Dorf. Il Turco, der auf die Freiheit einen großen Wert legte, konnte es nicht akzeptieren und beschloss, dagegen zu kämpfen. Er organisierte und unterrichtete die Dorfbewohner, gegen den Feudalherrn zu kämpfen. Die Pfeile- und Bogenherstellung, die Schusswaffen und Kampftechniken sind für einen Janitscharen keine schwierigen Details. Es wurde auch nicht vernachlässigt, sie zu ermutigen. So wurden alle diese Punkte erledigt, was die Dorfbewohner wissen sollten. Die Dorfbewohner waren ihm dankbar, weil die jetzt für eigene Freiheit kämpfen konnten und Rebellion übernehmen. Sogar haben die auch Mut, was es wichtigste war. Obwohl es ca. über 300 Jahre her ist, Il Turco ist in den Erinnerungen der Dorfbewohner von Moena noch lebendig. Er wird immer noch dran erinnert, hochgeschätzt und geliebt.

Die Tradition ist in Moena tief verwurzelt. Die Menschen in Moena veranstalten jedes Jahr im Juli / August einen farbenfrohen Karneval mit verkleideten Sultan, Haremsdamen und Janitscharen, um sich an die legendäre Quelle türkischer Herkunft zu erinnern. Beim Karneval trugen Frauen von Moena Schalwar (Klumphosen) und Schuhe mit gebogenen Enden nach oben und die Männer sind mit ihren Schwertern wie die Osmanischen Figuren. Natürlich ein Sultan und ein Wesir an der Zeremonie hat man nicht vergessen. Während dieses Festivals werden die Häuser und Lokale mit der türkischen Flagge geschmückt und kommen Touristen aus der ganzen Welt, um so etwas originales zu erleben.  

Die kleine Büste mit dem Turban auf dem Dorfplatz repräsentiert Il Turco, also den Janitscharen Hasan. Das Dorf hat auch einen Brunnen, wo es drauf ein Halbmond, Symbol der damaligen Osmanen, zu sehen ist.

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